TSG Hoffenheim: Training unter besonderen (Corona-)Umständen

Hoffenheim-Profis hochmotiviert: Fit für den Tag X

Noch ruht der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga wegen der Corona-Pandemie, aber die Profiteams dürfen seit Anfang April wieder trainieren. Am 6. April hat das Bundesligateam der TSG Hoffenheim, das RIAL seit der laufenden Bundesligasaison 2019/2020 als „Offizieller Business Team Partner“ unterstützt, das gemeinsame Training unter besonderen Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen. Was bedeutet das für Spieler und Trainer? Wie bereiten sie sich auf den Tag X vor, wenn es wieder heißt, „entscheidend is auf’m Platz“? Für unseren RIAL Blog gab es einen exklusiven Einblick in das Training unter besonderen Umständen.

In den zwei Wochen vor dem 6. April durften die Spieler nur zu Hause und unter Einhaltung aller Leitlinien für Hygiene und Sicherheit trainieren. Alexander Wahler, Leiter Sponsoring & Vertrieb bei der TSG Hoffenheim, erläutert: „Trainer und Spieler haben in dieser Zeit per Video-Chat und Telefon kommuniziert, um sich immer auf dem Laufenden zu halten. Motivationsschwierigkeiten gab es aber nicht zu besprechen – für die Sportler, die ihr größtes Hobby zum Beruf machen konnten, ist der Drang nach Bewegung so stark ausgeprägt, dass sie auch unter schwierigeren Umständen voll motiviert sind.“ Im Einzeltraining haben die Spieler vor allem viel mit dem Ball gearbeitet, sind gelaufen und haben im Kraftraum trainiert.

Allerdings kann gerade für Mannschaftssportler der mangelnde Kontakt zum Team belastend sein. „Um zu vermeiden, dass die Gemeinschaft auf der Strecke bleibt, hat die TSG gemeinsam per Videokonferenz trainiert“, sagt Alexander Wahler. Und auch das mentale Training – schon in normalen Zeiten wichtig – gewinnt noch stärker an Bedeutung. Es hilft einerseits, die psychisch belastende Situation leichter zu bewältigen. Andererseits kann es helfen, die Folgen des Trainingsverlusts zu minimieren – ähnlich wie in einer Rehabilitationsphase nach einer Verletzung. Mentales Training ist besser als überhaupt kein Training.

Seit dem 6. April dürfen die Profis der TSG Hoffenheim unter bestimmten Regeln wieder auf dem Platz trainieren. „Das Training ist in Schichten über den ganzen Tag organisiert und findet in Kleingruppen von höchsten vier Spielern plus Trainer statt. Zweikämpfe sind untersagt“, erklärt Alexander Wahler. Die TSG Hoffenheim bereitet sich darauf vor, dass es nach der Pause von null auf hundert in vielen englischen Wochen weitergeht. Dann müssen die Spieler „fußballfit“ sein, um gesund durch diese intensive Phase zu kommen. Daher werden im Training in Kleingruppen fußballspezifische Abläufe intensiviert: kurze und schnelle, eng aufeinander folgende Aktionen, Laufen in verschiedenen Geschwindigkeiten, also gehen, joggen, sprinten, bremsen, starten, Richtungswechsel und dazwischen geschaltete Kraftübungen.

Die Spieler sind sich einig: Wenn der Tag X kommt, müssen wir top vorbereitet sein. Körperlich und mental. Stellvertretend für die Profis formuliert es Mittelfeldspieler Sebastian Rudy so: „Das Training in Kleingruppen macht Spaß, ist auch sehr intensiv, aber die Zweikämpfe fehlen schon. Wir alle können es kaum abwarten, als Mannschaft wieder auf dem Platz zu stehen!“