Kauf von Gebrauchträdern

Bei gebrauchten Leichtmetallrädern genau schauen

Beim Kauf von gebrauchten Leichtmetallrädern ist vieles ähnlich wie bei der Anschaffung von fabrikneuen Exemplaren – aber es gibt auch einige Besonderheiten, die es unbedingt zu beachten gilt.

Wie auch bei fabrikneuen Leichtmetallrädern müssen sich die Interessenten sicher sein, dass das gewünschte Modell zu ihrem Fahrzeug passt. Breite und Durchmesser müssen mit den Informationen im Kfz-Schein übereinstimmen, ebenso der Lochkreis und die Zahl der Schrauben. Zudem muss die Felge von Seiten des Herstellers eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) besitzen, die bestätigt, dass sie nicht nur passt, sondern beispielsweise in Sachen Traglast für das Fahrzeug zugelassen ist.

Der Unterschied zwischen nagelneuer Felgenware und gebrauchten Leichtmetallrädern besteht – logischerweise – darin, dass die Gebrauchten schon eine gewisse Zeit im Einsatz waren. Doch was bedeutet das für die Kunden? Grundsätzlich ist Vorsicht geboten. Sie müssen beim Kauf sehr aufmerksam sein und sollten die angebotenen Räder kritisch auf äußerliche Auffälligkeiten prüfen. Denn schon kleine Schäden können die Felgen gebrauchsunfähig machen.

Da Felgen im normalen Gebrauch leicht beschädigt werden, sind oberflächliche Kratzspuren bis zu einem gewissen Grad üblich und unbedenklich. Sollten Ihnen jedoch starke Kerben und Dellen von Bordsteinberührungen auffallen, ist ein Kauf nicht empfehlenswert. Ein zu gutes Äußeres ist allerdings auch ein Warnsignal: Wenn die gebrauchten Felgen fabrikneu glänzen, ist dies ein Anzeichen dafür, dass die Aufbereitung mögliche Mängel überdecken soll. Umso mehr, als sich mithilfe von Reparaturkits Beschädigungen an Alufelgen sehr leicht verbergen lassen. Das Leichtmetallrad kann irreparable Materialschäden wie Haarrisse besitzen, die zu einem Felgenbruch führen können. Generell ist die Felgenreparatur nur in ganz engen Grenzen gesetzlich zulässig und darf auf keinen Fall in die tragende Struktur des Rades eingreifen.

Es bleibt dabei: Der Kauf von gebrauchten Leichtmetallrädern ist nur dann wirklich ein Schnäppchen, wenn die Ware hält, was sie verspricht. Im anderen Fall handelt es sich um einen teuren Fehlkauf – und fabrikneue Felgen wären die bessere Wahl gewesen.